Weshalb ein Manuskript abgelehnt wird


Hoffnungsvoll begibst Du Dich auf Verlagssuche. Schließlich erhältst Du mit einem Autorenvertrag den Ritterschlag in die schreibende Zunft und stellst Dich in die Reihe direkt neben JK Rowling oder Stephen King - zumindest glaubst Du das.

 

Im folgenden Artikel gehen wir darauf ein, weshalb ein Manuskript nicht genommen wird – auch wenn es gut ist. 

 

 

 

 

Warum der Verlag das Manuskript UNGELESEN ablehnt:

  • Das unaufgefordert eingesandte Manuskript. Täglich erhält ein Verlag unaufgeforderte Manuskripte, dabei hat es die geringste Chance wahrgenommen zu werden. Gerade 1 von 1000 schafft es, veröffentlicht zu werden. Ferner lehnen viele Verlage sie von vorneherein ab.
  • Das handschriftlich verfasste Manuskript. Ein Verlag hat nicht die Zeit Deine Handschrift zu entziffern und es abzutippen. 
  • Ein USB- Sticks oder eine CD-Rom. Kommen aus Sicherheitsgründen nicht in Frage! 
  • Es passt nicht in das Verlagsprogramm. Jeder Verlag erarbeitet sich seine eigene Struktur. 
  • Der Verlag veröffentlicht überhaupt nicht im dem Genre. Nicht jeder Verlag veröffentlicht High Fantasy oder Krimis. Informiere Dich umfassend auf der Verlagsseite.

 

Warum der Verlag das GELESENE Manuskript ablehnt:

Auch wenn ein Verlag an Deinem Manuskript Interesse hat, gibt es weitere Gründe, warum Du an dieser Hürde scheiterst.

  • Ein gleiches Projekt. Der Verlag hat bereits ein ähnliches Manuskript in der Pipeline. 
  • Zu viele Füllwörter und Wortwiederholungen. Ein Lektor verbringt Wochen damit allein nur die Füllwörter, Adverbien, Wortwiederholungen und Phrasen anzumarkieren. Und da fällt auch schon das Stichwort "Zeit". Heutzutage hat ein Lektor und Verlag schlicht und ergreifend nicht die Zeit, Wochen oder Monate zu verschwenden. Das wäre ein Verlustgeschäft.
  • Dein Potenzial. Um als Autor im Haifischbecken Buchhandel erfolgreich zu sein, musst Du berühmte Erstlingswerke in Sprache und Qualität erreichen oder toppen, um den Verlag auf Dein Potenzial aufmerksam zu machen. Allgemeine Phrasen und Floskeln zeugen nicht von Deiner Raffinesse.
  • Handwerkliche Qualität. Schreiben ist Dein Beruf. Worte Dein Werkzeug. Zeig dem Verlag, dass Du Dein Werkzeug beherrscht, indem Du nicht nur eine Idee lieferst, sondern auch die außergewöhnlichen Worte, diese Idee zu vermitteln.
  • Zu viele Formfehler in Deinem Manuskript überzeugen nicht.

 

WICHTIG!

Als Autor und per Gesetz musst Du dafür Sorgen, dass Dein Manuskript von den Stolpersteinen Füllwörter, Wortwiederholungen und Phrasen befreit ist. Der Verlag ist nicht verpflichtet ein Lektorat vorzunehmen, das ist eine zusätzliche Kulanz. Er könnte Dich auch zwingen, selbst einen zu beauftragen.

 

Gemäß Verlagsgesetz bist Du als Autor verpflichtet, den Text in einer Form einzureichen, die es dem Verlag ermöglicht, nur noch kleinere Korrekturen vorzunehmen.

 

Wie Du das machst, wenn der Verlag kein Lektorat bietet, ist Deine Sache. Du kannst die Schreibprogramme Word / Pages mit der Suchfunktion nutzen. Oder Du investierst in ein Schreibprogramm wie Papyrus Autor, mit dem Du gezielt danach suchen kannst. Eine weitere Möglichkeit ist die Hilfe von diversen Webseiten, wie beispielsweise Rechtschreibprüfung24.de.

 

Sicher kostest es Geld und Zeit. Für Deinen Erfolg als Autor ist es eine lohnende Investition.  

 

 

Ein dickes Fell

Die Verlagssuche ist eine echte Herausforderung. Du brauchst ein dickes Fell und einen langen Atem. Nimm es nicht persönlich, wenn ein Verlag Dein Werk ablehnt. Das hat mit Dir als Mensch nichts zu tun.

Du bist trotzdem okay.