Vom Bild zum Buch


Die Welt deiner Gefühle ist ein Spielplatz.

Normalerweise entsteht zuerst die Idee eines Romans und am Ende illustriert der Künstlerin die Geschichte.

Die SpielWelt verlief gegenteilig.

 

Zuerst malte die Künstlerin das Bild einer kreisrunden Stadt im Wasser. Dann folgte ein Waldgeist im Sonnenuntergang. Ein tiefer Einblick in eine Eiswüste. Und nach zahlreichen weiteren Bildern zeigte sich die SpielWelt in Gestalt von Inseln im Meer, das regelrecht einlädt, eine Geschichte zu erzählen. Danach purzelten verschiedene Protagonisten aus dem Pinsel heraus, weitere Schauplätze und Jahre später fing die Geschichte an, sich zu entwickeln.

Was ist die SpielWelt?

 

Die SpielWelt ist ein verborgener Ort, an dem alles möglich ist. Du kannst diesen Ort nicht finden. Es gibt keinen Wegweiser in dieser Welt, keinen Hinweis oder irgendeine Karte. Die SpielWelt findet dich, wenn du bereit bist, dich deinen schlimmsten Ängsten zu stellen und sie zu überwinden. Denn um in das Reich der Fülle zu gelangen, musst du durch die Tür gehen, hinter der du dein Selbst einst eingesperrt hast. Du musst deinen Sinnestäuschungen misstrauen und all die Lügen, die dein Verstand dir erzählt hat, um dich klein zu halten, als Illusion entlarven. Dann, eines Tages, öffnet sich die Tür und die SpielWelt deiner Möglichkeiten erwartet dich. Danach wird dein Leben nie mehr so sein, wie es war und deine kühnsten Träume übertreffen.

 

Die Idee, aus meinen Werken einen Roman über eine fantastische Welt der Möglichkeiten zu gestalten, entstand im Jahr 2009, als ich das Bild eines Teddybärpiraten malte, der mitten im Meer in einem Schirm treibt. Die Figur finde ich so spannend, dass ich ihm eine ganze Welt baute und mehr über den kleinen Kerl herausfinden wollte. Vor allem, wie er in diese missliche Lage kam. Seither wächst sie mit jedem weiteren Bild und offenbart mehr und mehr Details, die im Roman Verwendung finden.

Du kannst dir die selbst SpielWelt als einen riesengroßen Spielplatz vorstellen, an dem alles möglich ist, was du dir jemals erträumt hast. Einen Ort, an dem du nur mit dem Finger zu schnippen brauchst, und es wird vor deinen Augen Wirklichkeit. Du hast jederzeit Zugang zu diesem Ort, denn er befindet sich in dir: es ist dein Selbst. Leider vergessen wir das im Alltag oft genug, dass alles seinen Ursprung in unserem Selbstbewusstsein findet, und verstricken uns in den fixen Ideen, Sorgen, Ängsten und Nöten unseres Verstandes. 

Es gibt zu dem Thema der Heldenreise genug Geschichten, deswegen wählte ich dafür einen anderen Ansatz. Ich stellte mir die Frage, wie diese Welt in meinem Inneren aussehen könnte? Wie sieht mein Bewusstsein als Welt aus? Wie agieren dort die Emotionen miteinander? Was ist in dieser Welt alles möglich? Ist sie hell oder dunkel? Freundlich oder feindlich? Wie sieht Angst aus? Wie Liebe? Wie sehen die Träume aus? Welche Geschichte kann ich erfinden, um den reichsten Ort der Welt kennenzulernen? Was wäre, wenn die Träume in dieser Welt verschwunden wären und die Angst regiert? Und was zum Teufel macht der kleine Teddybär in dieser Geschichte? ;-)

Im Laufe der Zeit entstand aus diesen Ideen eine komplexe Welt der Dunkelheit, in der die Lebenslichter jedes Einzelnen sichtbar sind. Dort gibt es Menschen, die Inghros, die ihr Lebenslicht mit mentalen Fähigkeiten nutzen können, um Materie zu beherrschen. Und dann gibt es diejenigen, die sich bereits der Macht der Angst unterjocht haben und ihr Lebenslicht unter schwarzen Rauch verbergen. Die nicht mehr an die Träume glauben. Wir springen mitten hinein in die Geschichte zu Ursidae, als er noch ein Mensch war und sein Schicksal seinen Lauf nimmt. Wie jede gute Geschichte braucht auch diese einen starken Antagonisten: Das Dunkle Reich, das die Träume verschwinden ließ. Und vor dem der Teddybär auf der Flucht ist. 

 

Was ist das Dunkle Reich?

Das Dunkle Reich ist symbolisch für die lähmende Angst in uns. Alles wird dunkel, alles begrenzt sich nur noch auf Schwierigkeiten und der Blick verengt sich mehr und mehr zu einem Tunnel in die Hölle. Es gibt in der SpielWelt einen Dunklen Herrscher, der als einziger kein Lebenslicht besitzt. Er will die SpielWelt besitzen und sich jeder Fähigkeit zunutze machen, indem er es versklavt. Der Dunkle Herrscher verdunkelt alle Lebenslichter in der SpielWelt nach und nach, verbreitet Lügen und nutzt seine Armee und Strafen, um seinen Willen durchzusetzen. Und wenn das nicht mehr hilft, dann setzt er seine grausamste Waffe ein: die Arachniden. Ein kriegerisches Volk mit einem unheimlichen Kahlschädel und schwarze Scheiben, anstelle von Augen. Ziemliche Cool, oder? Und das alles nur für einen Teddybären. 

 

Worum geht es in der Geschichte?

Der ewige Kampf um Licht gegen Dunkelheit auf eine Weise erzählt, die es noch nie gab: Die Heldenreise des Bewusstseins in die Begrenzung seiner eigenen Welt der Angst hinein und die Überwindung dieser Ängste, indem es sich selbst als Schöpfer erkennt und über sich hinaus wächst. 

Erzählt in Form einer fantastischen Welt in der die Träume verschwunden sind und sich dadurch die Dunkelheit Stück für Stück auf allen Lebensbereichen ausbreiten konnte. Der Held Ursidae durchlebt den Verlust von allem, selbst seinem Körper, und muss als Stofftier eine Welt der Lichter und Abenteuer durchreisen, Freunde und Selbstvertrauen finden, um am Ende bei sich selbst anzukommen. Er muss erkennen, was das Wichtigste ist in seinem Leben, um die SpielWelt vor der Dunkelheit zu retten. 

 

 

Warum dieser Verlag?

Die SpielWelt ist inzwischen so groß geworden, dass 2019 die Entscheidung fiel, einen eigenen (Selbst-)Verlag dafür zu gründen, um die Werke und Bücher zu veröffentlichen.

Das Sortiment beinhaltet: Neben der Romanreihe um die SpielWelt, Kunstdrucke und Original Werke von mir weitere Geschichten aus verschiedenen Genres, die zwar mit der SpielWelt nicht direkt zu tun haben, aber fantastischen Lesestoff bieten, den ich unbedingt schreiben musste. Zum Beispiel "Das Schutzengelprogramm", das wortwörtlich mit dem Bewusstsein spielt und dem Zertifikat Engel einen teuflischen Stempel drauf drückt. Dann die Kurzgeschichtenreihe "Irgendwo im Wald", die durchaus noch in der SpielWelt vorkommen kann. Wer weiß.

 

Für wen ist die SpielWelt?

Ich freue mich über jeden, den ich mit meinen Werken und Geschichten begeistere.

Aber Vorsicht: Die SpielWelt ist nichts für zartbesaitete, die in ihrer heilen Weltanschauung bleiben möchten und sich die Welt schön reden. Sie offenbart das, was in dir schlummert. Die dunklen Emotionen, vor denen du am liebsten davon laufen willst. Sie ist wie Licht und Dunkelheit, wunderschön und grausam zugleich. Wenn du dich auf sie einlässt, zeigt sie dir eine erfüllte Welt der Möglichkeiten. Aber nur dann, wenn du bereit bist, dich deinem wahren Selbst zu stellen. Den Teil in dir, vor dem du ein Leben lang in die Welt der Materie geflüchtet bist und dennoch niemals dein Glück gefunden hast. 

 

Du kannst meine Werke betrachten und sie als verwirrend, grausam, wunderschön oder inspirierend empfinden. Es ist deine Wahl, die du triffst, denn die Titel sind bewusst so gewählt, dass sie nur einen Klang in deinem Geist erzeugen, aber für dich keinen Sinn ergeben. Du wirst das wahrnehmen, was du persönlich darin erkennst und es damit zu deinem Erlebnis machen, das nur für dich existiert. 

 

HerzLICHst Andrea